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Neue Initiative geschlecht-zaehlt.de: Wahl von Markus „Tessa“ Ganserer auf Frauenplatz ist Wahlbetrug (12.2021)

Unterstützerinnen der Initiative geschlecht-zaehlt.de erheben Wahleinspruch gegen einen Mann, der bei der Bundestagswahl 2021 auf einem Frauenlistenplatz in den Bundestag einzog.

Markus „Tessa“ Ganserer, Forstwirt und Grünen-Politiker, ist sowohl rechtlich als auch körperlich ein Mann. Dennoch kandidierte er im September auf einem Frauenlistenplatz und erhielt ein Mandat im deutschen Bundestag. (Wir haben hier darüber berichtet.)

2021 sagte er von sich selbst, dass er den offiziellen Gang, durch das Transsexuellengesetz rechtlich vom Mann zur Frau zu werden, nicht gehen wolle. Trotzdem sagt er: „Ich bin eine Frau.“

Noch 2018 hieß es in der Süddeutschen Zeitung:

Ganserer spricht von sich als transident. Er wechselt zwischen zwei Geschlechtern, mal ist er Mann, mal ist er Frau. In beiden Rollen fühlt er sich wohl, er will sich nicht für eine entscheiden müssen.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/politiker-landtag-transgender-1.4204270 vom 10.11.2018

Für die Bundestagswahl hatte er sich dann offenbar entschieden – für den Frauenlistenplatz, auf dem er letztlich in den Bundestag einzog. Dort wird er als „weibliche Abgeordnete“ geführt.

Da dies nicht nur die Daten zum Geschlechterverhältnis in der deutschen Politik verfälscht, sondern er durch sein Vorgehen auch einer Frau die Möglichkeit, auf einem Frauenlistenplatz zu kandidieren, genommen hat, erhebt eine Gruppe von Frauen nun Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl von Markus Ganserer.

Initiative „geschlecht-zaehlt.de“

Auf der Website geschlecht-zaehlt.de stellt eine Gruppe von Frauen ihr Anliegen und ihr Vorgehen vor:

Der Missbrauch der Frauenquote durch Ganserer verstoße demnach gegen die Wahlgrundsätze. Ohne rechtliche Grundlage hat der Bundestag nun die Selbstaussage – dass er eine Frau und kein Mann sei – übernommen und seine subjektiven Gefühle zu „Fakten“ gemacht.

Damit wirken der Bundeswahlleiter und alle statistischen Ämter an der Verfälschung des Wahlergebnisses und der Statistiken über den Frauenanteil im Parlament mit.

https://geschlecht-zaehlt.de/wahl-2021-frauen-erheben-einspruch/

Diese Selbstdefinition des Geschlechts ohne Entsprechung in der Realität entspricht den Forderungen des sog. „Selbstbestimmungsgesetzes“ – jeder und jede darf sein Geschlecht selbst bestimmen, und dieses empfundene Geschlecht soll dann auch juristisch so erfasst werden, irrelevant, ob es dem tatsächlichen Geschlecht widerspricht oder nicht. Da dieses Gesetz jedoch noch nicht verabschiedet ist, entspricht Ganserers Vorgehen einer Rechtsbeugung.

Dadurch wird Gleichstellungspolitik selbst auf höchster Ebene, nämlich im Bundestag, ad absurdum geführt.

Deshalb haben zahlreiche Frauen beim Wahlprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages Einspruch gegen die Wahl erhoben, wie auf der Informationswebsite geschlecht-zaehlt.de zu lesen ist.

Wir unterstützen dieses Vorhaben ausdrücklich.