Wer ist das „Bündnis Fairplay für Frauen“?

Wir sind eine unabhängige und parteiübergreifende Gruppe von Frauen und unterstützenden Männern, die sich konsequent für Fairplay für Frauen einsetzt, das heißt dafür, dass die geschlechtsbasierten Rechte von Frauen, Lesben, Mädchen gewahrt, besser geschützt und auch weiterhin durchgesetzt werden. Wir sind noch nicht annähernd dort, wo wir hinwollen.

Zu diesem Zweck 

  • wirken wir als Informationsplattform und entwickeln Informationskampagnen
  • vermitteln wir Referentinnen und GesprächspartnerInnen an Medien und Bildungseinrichtungen
  • setzen wir uns politisch für unsere Anliegen ein 

Dabei arbeiten wir mit nationalen und internationalen Organisationen zusammen, die das gleiche Anliegen wie wir verfolgen.

Warum gibt es uns?

Wir setzen uns für Frauen ein und benennen frauenfeindliche Auswirkungen von Gesetzen, Strömungen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Wir sind davon überzeugt, dass eine gleichberechtigte solidarische Gesellschaft sowie ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit nur mit einer starken Förderung von Frauen zu erreichen sind. 

Wir beobachten, dass Frauenrechte und Gleichberechtigung gleich von zwei Seiten in die Zange genommen werden: 

  • Auf der einen Seite von traditionell patriarchalem Gedankengut, das der Frau einen Platz am Herd und bei der Kindererziehung zuweist, und ihr darüber hinaus wenig Rechte gewährt. 
  • Auf der anderen Seite rollt auch in vermeintlich liberalen westlichen Gesellschaften ein antifeministischer Backlash heran. 

Auch dieser Backlash ist gefährlich und auf den ersten Blick nicht sichtbar. Er benachteiligt Frauen nicht offensichtlich, sondern erklärt geschlechtsspezifische Diskriminierung zu Einzelschicksalen, aus denen sich Frau durch persönliches Empowerment befreien könne. 

Wir wissen jedoch durch die strukturelle feministische Analyse, dass es bei Diskriminierung oder Ausbeutung von Frauen nie um Einzelschicksale geht. Frauen werden aufgrund ihres Geschlechts und ihrer weiblichen Sexualität und ihres Körpers diskriminiert, kontrolliert und ausgebeutet. Das drückt sich zum Beispiel im Verbot der Abtreibung, in der Prostitution, der Leihmutterschaft oder der weiblichen Genitalverstümmelung aus.

Wir setzen uns daher für eine Überwindung dieser Strukturen ein, um echte Gleichberechtigung der Frau zu erreichen.

Der Anlass unserer Gründung: Die Gesetzesinitiativen zum sogenannten Selbstbestimmungsgesetz

Der Anlass unserer Gründung sind die deutschen Gesetzesinitiativen zum sogenannten “Selbstbestimmungsgesetz”. 

Alles zum “Selbstbestimmungsgesetz” findest du hier.

In der Öffentlichkeit werden das Selbstbestimmungsgesetz und vergleichbare Gesetze in Deutschland und anderen Ländern unter dem Deckmäntelchen des Kampfs um Menschenrechte und gegen Diskriminierung vorangetrieben. In den Medien und politischen Debatten verkauft man sie als notwendig für den Schutz wichtiger Menschenrechtsanliegen: Schutz von Homo-, Inter- und Transsexuellen vor Diskriminierung, Durchsetzung paritätischer Beteiligung von Frauen, Schutz von intersexuellen Kindern, Schutz vor Hassverbrechen oder Schutz vor Konversionstherapien etc. 

Bei genauer Lektüre der Gesetzesvorschläge zeigt sich aber, dass es in vielen Fällen jedoch genau das Gegenteil bewirken würde. Tatsächlich wirken diese Menschenrechtsanliegen wie ein trojanisches Pferd, das frauenschädigende Regelungen und Konzepte in nationale und internationale Regelwerke einschleust und junge Menschen, die in einer verletzlichen Phase der Identitätsfindung stecken, zum Spielball noch nicht ausreichend erforschter medizinischer Behandlungen macht. 

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Awareness

Dieses Vorhaben betrifft die Hälfte der Bevölkerung sowie eine unbekannte Zahl von Mädchen und Jungen, wird bisher aber in der öffentlichen Debatte überhaupt nicht thematisiert. Wir wollen die negativen Auswirkungen des Selbstbestimmungsgesetzes und des damit verankerten Konzepts des selbstbestimmten Geschlechtseintrags für Frauen und Jugendliche publik machen.

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Fairplay

Wir werben für Regelungen, die den Menschenrechtsanliegen der einzelnen Gruppen gerecht werden, ohne dabei Frauen erneut zu benachteiligen oder feministische Errungenschaften und Frauenschutzräume wertlos zu machen.

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Exposure

Und schließlich wollen wir die feindselige Diffamierung als „rechts“ oder „transfeindlich“ von Frauen, die sich für Fairplay stark machen, als den Frauenhass entlarven, der seit Jahrtausenden endemisch ist.

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Vision

Wir sehen eine starke und egalitäre Gesellschaft vor uns, die auf gegenseitigen Respekt der Geschlechter, des Geschlechtsausdrucks und aller Lebensalter setzt. Auf eine Gesellschaftsordnung, die der einzigartigen Fähigkeit von Frauen, Kinder zu bekommen, Rechnung trägt. Wir setzen auf eine Kultur der Kreisläufe, anstatt auf einen linearen Fortschritt, der sich den Planeten ohne Gegenleistung unterwirft und menschliche und tierische Lebewesen als ausbeutbare Ressourcen betrachtet. Wir bauen auf die Kraft und Intelligenz von Gemeinschaften, um eine Gesellschaft in Balance zu errichten. Fairplay für Frauen heißt in der Konsequenz: Fairplay für alle!

Focus Groups

Die Bereiche, in denen wir Fairplay für Frauen fordern, sind:  

  • Fairplay im Sport 
  • Fairplay im Strafvollzug und Frauenschutzräumen

Wir setzen uns ein für geschützte Frauenräume beziehungsweise die Wahrung des Rechts von Frauen, zu entscheiden, wen sie in ihren Räumen zulassen wollen.

  • Fairplay in Gesetzen und Justiz 

Wir setzen uns entschieden gegen Gesetze wie das sog. Selbstbestimmungsgesetz ein, die von einer subjektiv wahrgenommenen Geschlechtsidentität das Recht ableiten, den Personenstand zu wechseln. Damit kann jeder Mann, der sagt, er sei eine Frau, gerade erst errungene oder sogar noch zu erringende Frauenrechte in Politik, Gesellschaft und im Sport beanspruchen. 

  • Fairplay in der Sprache 

Wir fordern eine faire und klare Sprache, die die Kategorie Frau nicht aufweicht und es Frauen erschwert, ihre Anliegen zu artikulieren. Das geschieht, wenn vermeintlich inklusive Bezeichnungen für Frauen wie „Gebärkörper”, “menstruierende Person”, “Mensch mit Uterus”, “Birthing Body” oder “transmisogyny exempt people” Frauen und ihre reproduktionsspezifischen Bedürfnisse sprachlich unsichtbar machen. Birthing Body heißt “Gebärender Körper”, das ist etwas anderes als “Schwangere Frau” oder auch gebärfähige Frau – je nach Kontext. „Transmisogyny exempt people“ heißt übersetzt “von Transphobie nicht betroffene Menschen” und reduziert Frauen darauf, dass sie von Transfeindlichkeit nicht betroffen sind. Noch Fragen? 

Unsere weiteren Themen

Das Fundament unserer Fairplay-Forderung ist das Recht von Frauen, den Begriff Frau zu definieren und Frauenräume zu beanspruchen. Auf dieser Basis bauen wir unseren Einsatz für die weiteren Rechte von Frauen und gegen ihre weitere Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts auf.

Themen, zu denen wir selbst aktiv werden oder bestehende Kampagnen unterstützen, sind: 

  • Fairplay für Mädchen: Wir fordern, Frühverheiratung und Genitalverstümmelung zu beenden.
  • Reproduktives Fairplay: Wir fordern, Leihmutterschaft, Schwangerschaftsprostitution und Eierfarming zu beenden. Weibliche Körper sind keine Brutkästen!
  • Sexuelles Fairplay: Entkriminalisierung von Prostitutierten und wirksame Ausstiegshilfen und Alternativen für in der Prostitution ausgebeutete Frauen jeglicher ethnischer und nationaler Herkunft. 
  • Fairplay für Mütter und Pflegekräfte: Wir fordern eine gesellschaftliche, finanzielle, rechtliche und politische Neubewertung reproduktiver und pflegerischer Arbeit. Kinder erziehen und Menschen pflegen darf nicht in (Alters-)Armut enden.
  • Fairplay für Lesben: Lesbische Frauen werden seit einigen Jahren drangsaliert, ihre sexuelle Orientierung an das Geschlechtsempfinden anderer Menschen anzupassen. Lesben werden aus spezifischen Lesbenräumen gedrängt und für ihre Sexualität beschimpft. Das ist völlig inakzeptabel.

Parteipolitische Unabhängigkeit und Verfassungstreue

  • Unser Bündnis ist parteiübergreifend und parteiunabhängig. Zwar sind einige unserer Mitglieder in politischen Parteien, aber sie scheuen sich dort nicht, gegen die offizielle Parteilinie zu sprechen, wenn es um das Anliegen Frauenrechte geht.
  • Sehr wichtig ist uns eine Abgrenzung gegen religiösen Fundamentalismus und Faschismus jeglicher Richtung. Diese Abgrenzung ist für uns selbstverständlich, wir betonen sie jedoch, weil aggressive Vertreter einer frauenfeindlichen Bewegung uns gerne reflexhaft als „rechts“ oder „AfD-Sympathisanten“ bezeichnen, sobald wir Kritik äußern. 
  • Wir stehen auf dem Boden des Grundgesetzes. Wir befürworten eine moderne und offene Familienpolitik, die familiäre Gemeinschaften fördert, die sich der Pflege der Kinder und dem Einstehen für Pflegebedürftige widmet. Das bedeutet, dass wir uns über die Ehe für Mann und Frau und die Ehe für Alle hinaus für die steuerliche, rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz von Fürsorgegemeinschaften einsetzen. 
  • Wir stehen für umfassende reproduktive Rechte von Frauen und Familien, z.B. Abtreibung und Familienplanung, wie sie von der Weltbevölkerungskonferenz 1994 ((https://de.wikipedia.org/wiki/Reproduktive_Gesundheit_und_Reproduktive_Rechte)) seit langem gefordert werden. 

Team

Dr. A. Galuschka, Biologin
vorstand@fairplayfuerfrauen.org
Eva Engelken, PR-Beraterin, Juristin
pressestelle@fairplayfuerfrauen.org
 

Spenden und Unterstützung

Frauen und Kinder brauchen Ihre Unterstützung. Während die Hälfte der Bevölkerung als Superwomen oft mehrere Jobs gleichzeitig stemmt, Kinder, Pflege, Haushalt und den 30-Stunden-Job, bleibt sehr viel der unbezahlten Arbeit wie Pflege und Kinderbetreuung allein an ihnen hängen. Zugleich bringt die bezahlte Arbeit, die Frauen verrichten, nach wie vor deutlich weniger ein, als die der Männer.

Ihre Spenden und Unterstützung kommen direkt dieser Webseite und unserer Arbeit zugute. Sie verleihen damit Frauen und insbesondere denen, denen Kraft und Ressourcen fehlen, um sich selbst politisch einzubringen, eine Stimme.

Wofür brauchen wir konkret Unterstützung?

Wir brauchen finanzielle Unterstützung für eine Informationskampagne, um konkrete Gesetzesinitiativen auf Bundesebene zu verhindern (Selbstbestimmungsgesetz).

Weiterhin brauchen wir finanzielle Unterstützung und Vernetzung, um die weitere Verbreitung eines für Frauenrechte fatalen Konzepts zu stoppen, beziehungsweise rückgängig zu machen und durch nachhaltige Konzepte zu ersetzen, die den Rechten von Menschen aus dem LGBTQI-Spektrum genauso gerecht werden wie den Bedürfnissen von Frauen und Jugendlichen.